
Der Strabag Art Award 2006 wurde wie auch in den vergangennen Jahren feierlich von Hans-Peter Haselsteiner in der Art Lounge im Strabag Haus vergeben.
Preisträger wurde
> SIGGI HOFER
Annerkennungen gingen an :
> SEVDA CHKOUTOVA
> DRAGO PERSIC
> DEBORAH SENGL
> BERTRAM HASENAUER
> Einladung Artaward 2006
> Presse Artaward 2006
> Katalog Artaward 2006


Für den jungen Künstler ist es wichtig, das Vertrauen in die eigene Kunst beizubehalten und einen Kunstpreis als selbstkritischen Ansporn zu sehen. Es ist dabei schwierig, sich nicht äußeren Einflüssen und vorgegebenen Trends zu beugen, sondern eigenständig, inspiriert zu bleiben und gegebenes Talent durch Fleiß und Hartnäckigkeit zu fördern.
Kunst dient der Deutlichmachung von Gegenwart und ist ein Aufruf zu agieren, ein klares Ziel zu definieren. Kunst ist kein Dekor, keine Therapie, sie ist Essenz, die Wesentliches im vermeintlich Unwesentlichen sichtbar machen kann. Gewinner und Verlierer kann es in der Kunst nicht geben, wohl aber (menschliche) Stärken und Schwächen.
Mit den Augen der jungen Generation zu sehen, bedeutet für jedes Jurymitglied ein Überschreiten der eigenen Grenzen. Zeitgemäßes Schauen heißt, den retrospektiv-klassischen Blick aufzugeben und sich auf ein neues Spektrum von Emotionalität und Moderne einzulassen, das nicht nur auf Erfahrungswerten und vergleichendem Wissen beruht.
Es geht um eine klare Beurteilung der gegenwärtigen Situation des jungen Menschen in der Gesellschaft. Der Künstler bestimmt die durch Jugendkultur und Jugendlichkeit geprägte ästhetische Produktion von heute und zeichnet das visionäre Bild der Zukunft.Barbara Baum; Strabag Kunstforum, Wien

Bertram Hasenauers androgyne, typologisierte Figurenportraits verfolgen den Betrachter mit ihrem intensiven Blick. Deborah Sengls ironische Mischwesen aus Mensch und Tier erinnern auf grausam-ironische Weise an die verlorene Harmonie zwischen den Lebewesen. Drago Persics fein differenzierte, schwarz-weiße Malerei spiegelt geheimnisvoll den alltäglichen Tatort. Siggi Hofers Arbeiten mit ihrem architektonisch-mentalen Modellcharakter transformieren sich als Gebilde der Freiheit im Kopf. Sevda Chkoutovas großformatige Kinderzeichnungen zeugen subtil von Lebenslust und verborgener Tragik. Barbara Baum; Strabag Kunstforum, Wien

