
Der ungarische Kunstpreis der Strabag ist in den letzten Jahren zum fixen Bestandteil der europäischen Kulturszene geworden. Er steht für junge Kunst, für Konsequenz und Qualität. Es handelt sich um einen Preis für Malerei. Inmitten vieler Disziplinen ist das Medium der Malerei immer zeitlos, es beinhaltet das Bedürfnis nach Emotion und Essenz. Der ungarische Kunstpreis fördert nicht nur die Popularität von Kunst und Künstlern, er zeigt das Potenzial der ungarischen Kunst und trägt zum kulturellen Austausch bei.

Herrn Thomas Birtel mit Herrn József Appelhoffer (Strabag Ungarn) sowie dem Organisator Sándor Pinczehelyi.
> Katalog Kunstpreis Ungarn 2007

Die Einladungen zum Kunstpreis im Bereich Malerei und Grafik ergehen jährlich an ungarische Künstler bis 40 Jahre. Drei Werke pro Künstler werden im Budapester STRABAG Gebäude eingereicht (Teilnahme bisher 60-150 Künstler). Eine fünfköpfige Jury wählt den Preisträger, der ein Preisgeld von 1.000.000,- HUF erhält. Vier weitere ungarische Künstler erhalten je eine Anerkennung in der Höhe von 400.000,- HUF.
Die hochkarätige Fachjury, bestand aus Herrn HEGYI Lóránd, Frau KOVALOVSZKY Márta, Frau NÉRAY Katalin,Herrn PETRÁNYI Zsolt, sowie FRau Barbara Baum und Herrn Wilhelm Weiss Strabag Kunstforum.
Die Jury sprach Ágnes Verebics (1982), der jüngsten Teilnehmerin den Preis zu. Die Jury wurde besonders durch den einzigartigen Aufbau- und Farbgestaltung ihrer psychologischen Portraits beeindruckt. Die Gesichter der Frauen auf ihren Bildern sind durch ausdrucksvolle Gesten, ungewöhnliche Einstellungen und Gestaltung besonders wirksam.
Die weiteren vier Preisträger wurden Zsombor Barakonyi, Róbert Batykó, Barna Benedek und Miklós Tóth.

Zsombor Barakonyi (1972). Zeigt in seiner neuesten Bilderserie eine Annäherung an animierte Filmszenen übertragen in das Medium der Malerei – einen surrealen und utopischen Blick durch Stadtlandschaften und Interiors.
Róbert Batykó (1981) erforscht die Grenzen von Figuration und Abstraktion in seinen Arbeitet und stellt Montagen der vergrößerten musikalischen Instrumentdetails gegen monochrome strukturierte Oberflächen.
Barna Benedek (1973) kombiniert OP-art und geometrischen Malerei auf großen Leinwänden, in schwarzem und von weißen Farbtönen. Sein klarer Aufbau der dichten Linien bildet eine vibrierende Struktur, die in ein klares System darstellt.
Miklós Tóth (1974) arbeitet in einer Kombination aus Stillleben und industriellem Design. Seine manipulierten Tapetemuster und Wandmuster tragen auch eine Note von Ironie.
Die Arbeiten der Ausstellung ermöglichen, zusätzlich zu einer eindrucksvollen Erfahrung, einen Blick in die gegenwärtige Malerei, der junge ungarischen Generation.

