
Foto: Reklame Kontor Franc
Felix Malnig zeigt auf seinen Bildern die sozialen und kulturellen Auswirkungen von Architekturprojekten, Stadtplanung und Gestaltung im öffentlichen Raum wie sie für internationale Großstädte typisch sind. Als Symbole und Denkmäler geplant, die für urbanes Leben, Modernität und wirtschaftlichen Fortschritt stehen, erweisen sich die von Malnig abgebildeten Gebäude und Skulpturen als anonyme Hüllen und Monumente der Stagnation und Trostlosigkeit. Die Vortäuschung von Dynamik, Macht und Aufschwung durch Monumente im öffentlichen Stadt-raum wird von Felix Malnig durch die Mittel seiner Malerei vor dem Auge wortwörtlich aufgelöst. Er arbeitet in Mischtechnik mit silberner Acrylfarbe und farbigem Lackspray auf Leinwand. Die silberne Farbgebung kann dabei für rostfreien Stahl ebenso wie für die bedrohliche Smog-Masse der grauen Stadt-Realität oder den scheinenden Glanz eines nur oberflächlich strahlenden Architektursymbols stehen.
Elisabeth Fritz, Kuratorin, Kunsthistorikerin

160x120cm, 2006
Foto:Reklame Kontor Franc
Florian Steininger, Bank Austria Kunstforum

Foto: Max Moser
Felix Malnig
1967 geboren in Nürnberg, aufgewachsen in Canada und Deutschland
1983 Übersiedlung nach Österreich
1987-92 Hochschule für angewandte Kunst, Wien, Studium der Malerei
Meisterklasse für Exper. Gestalten bei Maria Lassnig u. Christian L. Attersee, Diplom
lebt und arbeitet in Wien
Ausstellungsauswahl
2008 Ghost town, devening projects + editions, Chicago
Mit eigenen Augen, Heiligenkreuzerhof, Wien
2007 Delusion, Galerie habres+partner, Wien
2006 Urban maze, Galerie habres+partner, Wien; Visual drugs,
Zürich
2005 Phänomen Landschaft, Niederösterreichisches
Landesmuseum, St.Pölten

2004 Playground, n.a.c. vienna, Wien; Der Doppelte Blick,
Künstlerhaus; Palais Thurn u.Taxis, Bregenz
2003 First View, Hilger Contemporary, Wien; Landschaft, n.a.c.
vienna, Wien; Sac de plastic, IG Bildende Kunst, Wien
2002 Daheim, Siemens artLab, Wien
Six positions from Austria, Diana Lowenstein Fine Art,
Miami, Florida ; Central, Stadthaus Ulm, BRD; Really?,
Kunstpavillon, Innsbruck; Kunst nach 1945,
Niederösterreichisches Landesmuseum, St.Pölten
2001 Central, Museumsquartier, Wien; Central, Museum
Morsbroich, Leverkusen, BRD; Central artLab: Neue Kunst
aus Wien, Galerie Binz und Krämer, Köln; Really
Kunsthalle Steyr; Ein Garten für viele Träume, Galerie Ernst
Hilger, Wien; Coming out analyse, Künstlerhaus Klagenfurt
Neuer Wind, Galerie Ernst Hilger, Wien
2000 Common sense, ZONE, Bologna
Eigensinn und Eigensicht, Galerie Museum auf Abruf,
Sammlung der Stadt Wien

Acryl Lackspray auf Leinwand, 180x130cm, 2007
Foto:Reklame Kontor Franc
1999 Chilled, Galerie Cult, Wien; An einen Haushalt, Galerie
Maerz, Linz
1998 Schöner Wohnen, Haus Familie Bernsteiner, Wien
Malerei, Ausstellungsraum Mezzanin, Wien
1997 Material world, Galerie Sechzig, Feldkirch; Cut & paste,
Galerie Cult, Wien; Aktuelle Kunst aus Österreich, WAFA
Bank, Casablanca, Marokko
1996 Danke,. dass Sie sich für Kunst entschieden haben,
Apostelhof Wien
1995 Event, Kunstraum Wien
1993 Zierschlacht, Ausstellung der Meisterklasse Attersee,
Heeresgeschichtl.Museum, Wien
1989 Ausstellung der Meisterklasse Lassnig, Heiligenkreuzerhof,
Wien

140 x 190 cm, 2008
Preise, Stipendien
2007 Chicago-Stipendium des Landes Niederösterreich
2006-10 Förderatelier des Bundes
2003 Artist in Residence, Cheng Du, China
2000 Förderungspreis der Stadt Wien; Budapest-Stipendium
1999 Arbeitsstipendium der Stadt Wien; Erwin Ringel-Kunstpreis
1993 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich
Stipendium Accademia di Belle Arti, Venedig

