
Mit dem Ende 2009 begonnenen Studioprogramm unterstützt das Strabag Kunstforum in Zusammenhang mit dem Strabag Artaward International den Austausch unter Künstlern und fördert die kulturelle Vernetzung. Das Arbeiten in anregender, gemeinschaftlicher Atmosphäre fördert die Kreativität und inspiriert dazu, neue Eindrücke während des Aufenthalts in Wien künstlerisch umzusetzen.
Ab 2009 haben die geladenen Künstler für je zwei Monate Quartier bezogen. Besonders groß ist auch das Interesse der Künstler aus den neuen Teilnehmerländer des Strabag Artaward International: der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Eine Liste der bisher teilnehmenden Künstler und Einblicke in deren Arbeit im Atelier finden Sie ebenfalls auf dieser Seite.

Das Artstudio befindet sich im 1.Obergeschoß des Strabag Hauses in Wien am bedeutenden Wirtschaftsstandort Donau-City im 22. Bezirk. Auf insgesamt 700m² Fläche stehen fünf Arbeitsplätze (spaces) mit Staffeleien und Tischen sowie drei Zimmer (privates) zur Verfügung.
Im vordersten Bereich des Studios, der der Kommunikation dient, gibt es eine Lounge mit Gemeinschaftsbar und integrierter Küche. Eine kleine Bibliothek mit Katalogen und Zeitschriften sowie ein Lesebereich (come together) sind im Eingangsbereich zu finden.

Anselm Glück (Österreich) - Sammlungskünstler
Bernhard Buhmann (Österreich) - Anerkennung 2008
Zsolt Tibor (Ungarn) - Anerkennung 2009
Celmens Wolf (Österreich) - Anerkennung 2009
Miye Lee (Österreich) - Anerkennung 2001
Martina Tscherni (Österreich) - Anerkennung 2002
Jan Vasilko (Slowakei) - Gewinner 2009
Fardid Sabha (Österreich) - Anerkennung 1996
Julia Maurer (Österreich) - Anerkennung 2008
Maria Corejova (Slovakei) - Anerkennung 2010
Robert Muntean (Österreich) - Preisträger 2007
Aurelia Gratzer (Österreich) - Preisträger 2010
Moni K. Huber (Österreich) - Anerkennung 2007

Die 3 gemütlichen Zimmer bieten zusätzlich zum offen gestalteten Arbeitbereich und dem gemeinsamen Aufenthaltbereich einen Rückzugsort mit Sitzgelegenheit, Schreibtisch, Stauraum und einem kleinem Bad.
Der Besuch des Strabag Artstudios nach Voranmeldung oder bei Werkpräsentationen bietet Mitarbeitern und Besuchern die Möglichkeit, direkt in Kontakt mit den Künstlern zu treten, spannende Gespräche zu führen und auch so manches Werk zu erwerben.

MIYE LEE
Die gebürtige Koreanerin und Preisträgerin des ehemaligen Bauholding Kunstförderungspreises, Miye Lee, beendete ihren zweimonatigen Aufenthalt mit einer Präsentation der im Artstudio entstandenen neuen Werke.
Für die Künstlerin bedeutete die Arbeit im Artstudio eine Möglichkeit abseits von Familie und Alltag mit Elan und voller neuer Schaffenskraft und Inspiration über 40 farbprächtige Werke auf Leinwand und Papier zu malen. Manchmal war auch das Baby mit dabei.
> Miye Lee > Galerie white 8

CLEMENS WOLF
Der Wiener Künstler Clemens Wolf (geboren 1981) hat nach seiner Einzelausstellung in der Strabag Artlounge die Gelegenheit genutzt, einen riesigen Bauzaun im Artstudio mit Plattgold zu vergolden.
Gleichzeitig entstanden großformatige Gemälde zum Thema Großstadt mit Rastern, Gittern sowie Scherenschnitten, die Bestandteil seiner raumgreifenden Arbeiten und Installationen sind. Einige der neuen Arbeiten zeigte Wolf bereits auf Ausstellungen und Messen im In- und Ausland. Clemens Wolf ist international, unter anderem in Amerika, tätig und zählt zu den Newcomern der österreichischen Kunstszene.
> Clemens Wolf

BERNHARD BUHMANN
Der aus Vorarlberg stammende Künstler Bernhard Buhmann (geboren 1979) war der erste Preisträger des Strabag Artaward, der im neuen Artstudio arbeitete.
Nach seiner erfolgreichen Ausstellung in der Strabag Artlounge malte er an einer neuen landschaftlich geprägten, von den alten meistern inspirierten Serie, die er nach der Übersiedlung in ein größeres Atelier weiterführte und in Dubai und Wien präsentierte.
> Bernhard Buhmann

ANSELM GLÜCK
Anselm Glück (geboren 1950 in Linz) ist als Sammlungskünstler in der Strabag Artcollection großflächig vertreten.
Bereits zum dritten Mal arbeitete der Künstler an Auftragswerken für die Strabag SE, bemalten Würfeln, die zusammengestellt ganze Bilder ergeben.
Die poetische Welt des Künstlers und Literaten mit ihren schwebenden Figuren tritt anhand dieser außergewöhnlichen Werke zu Tage und wird von vielen Passanten neugierig bestaunt.
Im Oktober 2010 werden die Würfel und neuen Bilder Anselm Glücks in einer Sonderausstellung zu seinem 60. Geburtstag in der Strabag Artlounge erstmals präsentiert.
> Galerie Kovacek-Zetter

ZSOLT TIBOR
Zsolt Tibor, Anerkennungspreisträger des Strabag Artaward International 2009, stammt aus Budapest und hat die letzten Jahre Erfahrung als artist-in-residence in vielen Städten Europas gesammelt. Er nutzte das reiche Platzangebot im Artstudio für den locker-provisorischen Umgang mit verschiedenen Materialien, vorwiegend Skizzen, die er teilweise in seine großformatigen Zeichnungen und Installationen integriert.
Inspiriert durch die Menge an neuen Eindrücken im modernen
Stadtteil Wiener Donau-City, wird Zsolt Tibor seine Arbeit im Artstudio wieder aufnehmen und seine Kontakte zur Wiener Kunst - und Galerienszene vertiefen.

MARTINA TSCHERNI
Die gebürtige Tirolerin Martina Tscherni (geboren 1963) war im Jahr 2002 Preisträgerin des damals in Kärnten vergebenen Bauholding Strabag Kunstförderungspreises für Malerei und Zeichnung.
> Informationen Martina Tscherni

JULIA MAURER
1983 in Wien geboren, 2002– 2007 Akademie der bildenden Künste bei Walter Obholzer, ab 2006 bei Erwin Bohatsch.
Die junge Künstlerin Julia Maurer war Anerkennungspreisträgerin des Strabag Artaward 2008.
Ihre kleinformatigen, sensiblen Malereien und Zeichnungen sowie winzigen, verspielt wirkenden Objekte -oft an der Wand als mehrteilige Installationen kombiniert- haben intimen Charakter.
Julia Maurers Arbeiten zeigen die Liebe zum Detail, zur stimmungsvollen Landschaft, zu den Menschen in ihrer Individualität und überraschen neben feinem Humor mit hintergründig ernsten, fast melancholischen Inhalten.
> Julia Maurer

FARID SABHA
Farid Sabha, 1962 in Wien geboren, studierte an der Akademie für angewandte Kunst (Prof. C. Unger und A. Frohner) und an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Der Künstler lebt und arbeitet in Wien.Im Strabag Artstudio nutzte der Künstler das reichhaltige Platzangebot, um vor allem große Tryptichen zu malen. Es entstanden gleichzeitig eine große Anzahl kleinerer Studien und figurativ, abstrahierter Skizzen auf Papier.
Die expressiven, z.T. großflächigen Werke Farid Sabhas sind von einprägsamer Farbigkeit, Haptik und strukturierter Oberfläche geprägt. Im Mittelpunkt steht der Mensch in seinem Umfeld - abstrakt, schnörkellos und formvollendet umgesetzt.
> Farid Sabha

Katharina Walter

MARIA COREJOVA
Die aus Bratislava stammende junge Künstlerin gewann den Anerkennungspreis des Strabag Artaward International 2010.
Sie ist bereits die dritte Künstlerin, die aus einem Nachbarland Österreichs stammt und die Chance nutzt, für ihre Einzelausstellung in der Strabag Artlounge konzentriert und in Ruhe vorzuarbeiten.
Corejovas Zeichnungen zeigen auf humorvolle Weise, mit leiser Ironie aber auch Kritik, dem Alltag entfremdet scheinende Gegenstände. Sie relativiert nicht nur die Wahrnehmung derselben, sondern weist auf die Wichtigkeit und Beiläufigkeit von scheinbar Nebensächlichem hin.
Ein Beispiel: die Parkbank mit Flasche, einsam im Wiener Donaupark stehend, die sie beim täglichen Joggen fotografiert hat. Ein neues Umfeld bringt wie so oft neue Inspiration.

ROBERT MUNTEAN
Der Gewinner des Jahres 2007 arbeitete in Strabag Artstudio an einer kleinformatigen Reihe von Papierarbeiten, die sich auf seine in den letzten Jahren entstandenen, großen figurativ-expressiven Ölbilder beziehen und diese neue interpretieren.

AURELIA GRATZER
Aurelia Gratzer, Preisträgerin des Strabag Artaward 2010, arbeitete im Strabag Artstudio anlässlich Ihrer Einzelausstellung „Shaft“ in der Strabag Artlounge (Feb.- März 2010) Im Anschluss entstanden Arbeiten für die darauffolgende Einzelausstellung der Galerie Brunnhofer mit dem Titel „Hidden structures“
Fein säuberlich erarbeitet sie sich, gleichsam eines Drehbuches, die Vorgehensweise ihrer Malerei, in der die Vorlage aufgeteilt wird in flächige Zitate der Malerei, die dann wieder in eine eigene, spannende Dreidimensionalität umgewandelt wird. Der Zufall findet hier kaum einen Platz…In einer langsamen, in Schichten aufgebauten Maltechnik wird nun die Zentralperspektive überführt: Die linearen Merkmale der Perspektive werden nicht verändert, und doch wirken sie beim Betrachter unlogisch, abweichend von der vorgegebenen Realität. Eva Maria Bechter

MONI K.HUBER
Moni K.Huber erhielt 2007 einen Anerkennungspreis des Strabag Artaward. Seit März 2010 nutzt Sie die räume des Strabag Artstudios für Ihr momentanen Malereiprojekt in dem Sie sich mit Gebäuden des Münchner Architekten Sep Ruf, welcher in direkter Nachfolge der klassischen Moderne der Bauhaus Prägung steht. ..
In meinen Bildern/Interpretationen vom Kanzlerbungalow in Bonn überlagere ich architektonische Details mit Natureindrücken einer Flusslandschaft. In transparenter Malweise lege ich verschiedene Raum und damit Zeitebenen übereinander. Spiegelungen in Glastischen und Fensterfronten, Lichtquellen aus unterschiedlichen Lampenschirmen im Innenraum des Kanzlerbungalows werden mit Sonnenreflexionen und einem Liniengewirr an Ästen überlagert, sodass nicht klar ist auf welcher Ebene man sich befindet. Beinahe parabelartig wird die Architektur von der Natur überwuchert. Seit dem Umzug der Bundesregierung Ende der 90er Jahre nach Berlin scheint die Geschichte der Bundesrepublik in diesem Gebäude gespeichert. Dieses ist seither ohne Funktion und seit seiner Renovierung ein Museum. Dieser Übergang von ehemals avantgardistischer Kunst und Architektur zu Orten mit musealer und touristischer Bedeutung, fasziniert mich.

DRAGO PERSIC
Die Einzelausstellung von Drago Persic, eröffnet von Hans Peter Haselsteiner, fand 2006 in der STRABAG Artlounge statt. Damals wie heute fasziniert Persics in schwarz-weiß Kontrasten gehaltene, präzise, realistische Malerei: „Mit Drago Persic ist ein junger Maler prämiert worden, der in seine sachliche Wiedergabe der Realität ein „Schaudern“, eine stark unterkühlte Atmosphäre integriert. Neben der disziplinierten Technik, um dem gesehenen Vorbild zu entsprechen, überzeugt Persic auch im sensitiven malerischen Farbauftrag“ - so Florian Steininger, Jurymitglied 2006.
Im STRABAG Artstudio arbeitete der Künstler unter anderen an Werken für seine Einzelausstellung in der Galerie Nicola von Senger in Zürich.

MARKUS KRÖN
Konsequent lässt er in seine Landschaften die Absurditäten der technisierten, zivilisierten Welt einfließen. Mit dem richtigen Ge-spür für Bildausschnitte und Details zeigt er heimatliche Landschaften von starker Atmosphäre, die eine eigene Realität durch Erinnerung und Sehnsucht schaffen. Mechthild Widrich, Kunsthistorikerin, beschreibt die Arbeiten des 1970 in Salzburg geborenen Künstlers: „Krön hat eine eigene, moderne Form der Idylle gefunden, in der Zeitlichkeit, Geschichte und Veränderung nicht mehr ausgeblendet werden.“
www.kroen-markus.at

LUCIA TALLOVA
Lucia Tallova, die 2010 die Juroren des Strabag Artaward International mit Ihren großformatigen, atmos-phärischen Landschaftsbildern überzeugte, arbeitet nach der erfolgreichen Beendigung ihres Studiums im Strabag Artstudio. Sie setzt die bereits in Ihrer Einzelaufstellung in der Strabag Artlounge begonnene, poetische Serie kleinformatiger Arbeiten auf Papier fort, in denen Landschaften mit Spitzendekor verschmelzen.

NIEVES SALZMANN
2008 erhielt Nieves Salzmann einen von vier Annerkennungspreisen des STRABAG Artaward. Konsequent arbeitet Sie an ihrem Hauptthema, der Darstellung von urbanen Landschaften: „Die Perspektiven, die Straßen, die Spuren, die durchgehenden Linien, die in die Ferne ziehen, die sich der Beobachter gedanklich bildet, faszinieren meine Vorstellungswelt. Die Eigenart dieser Stadtlandschaften, der Randgebiete, des Niemands-landes sprechen mich an. Ebenso auch das Schreiten und die ständige Bewegung, die man in diesen identität-slosen Räumen spürt. Sie tragen eine starke Geschichte mit sich, die ich versuche auf Leinwand, Holz und Plexiglas zu übertragen.“ Seit November 2011 arbeitete die Künstlerin im STRABAG Artstudio für ihre aktuelle Ausstellung in der Salzburger Galerie Welz. Informationen zur Künstlerin:

CRISTINA FIORENZA
Cristina Fiorenza ist 2011 Anerkennungspreisträgerin des Strabag Artaward International. Cristina Fiorenza hat ein sehr ausgereiftes und klug konzipiertes Werk vorzuweisen, das Phantasie und künstlerischen Reichtum beinhalt. In ihrer Einzelausstellung in der Strabag Artlounge konnten im Dezember 2011 bis Jänner 2012 die vielen Details und Geschichten in ihren Bildern und die ernsthaften Hintergründe der Märchenwelten ergründet werden.

