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Das künstlerische Universum Bruno Gironcolis

Beeinflusst durch den Existentialismus in Paris und Alberto Giacometti, arbeitete Gironcoli in seiner Frühzeit an den Darstellungsmöglichkeiten der menschlichen Figur und fand bald zu einer eigenständigen, reduzierten Formensprache. In den 60er Jahren entstanden Aktskizzen, Drahtskulpturen und erste abstrakte Polyesterobjekte (Köpfe). Waren die von Gironcoli verwendeten Objekte in den früheren Installationen im Raum (environments) oder Objektkästenkästen ausgebreitet, so entstanden ab den 90er Jahren aus figürlichen und technischen Teilen zusammengesetzte Polyesterskulpturen.

Neun davon werden als Dauerleihgaben im GIRONCOLI-KRISTALL im STRABAG HAUS als einzige museale Präsentation in Wien gezeigt. Es handelt sich um riesige Modelle in Silber- oder Goldbronzefarbe im Maßstab 1:1, in Gips, Polyester und Metall gefertigt. Die vom Künstler meist unbetitelten, meterhohen, maschinenhaft-organischen Werke wurden 1997 in der Ausstellung „Die Ungeborenen“ im MAK, dem Wiener Museum für angewandte Kunst, präsentiert. Drei Güsse aus Aluminium und Bronze, darunter das neun Meter große Hauptwerk „Große Skulptur“, sind als Teil der STRABAG Artcollection auf der Plaza vor dem STRABAG Haus zu sehen. In den unzähligen Papierarbeiten, Mischtechniken und seriellen Grafiken Gironcolis wiederholen sich variantenreich die Motive seiner Skulpturen - als Wechselwirkung im künstlerischen Spektrum.

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