Jury STRABAG Artaward International 2021–2023

Die Preisträgerinnen und Preisträger des STRABAG Artaward International werden von einer alle drei Jahre wechselnden, internationalen Fachjury ausgewählt. Die aus den Teilnahmeländern stammenden Jurorinnen und Juroren machen anhand der online eingereichten Unterlagen in einer mehrwöchigen Vorjury im Internet eine Vorauswahl an Bewerberinnen und Bewerbern, die zur Endjury eingeladen werden. Am Jurytag im April werden die eingereichten Originalwerke der ausgewählten Künstlerinnen und Künstler (insgesamt 200 bis 300 Werke) diskutiert und der/die HauptpreisträgerIn und die vier AnerkennungspreisträgerInnen nominiert.

Das Betrachten, Vergleichen und in Bezug setzen der Originale ist notwendig, um den Charakter der jeweiligen Werke intensiv und direkt zu erfassen und die Qualität der Arbeiten seriös zu beurteilen.

Jurymitglieder 1994–2020

Im Dreijahreszyklus von 2021–2023 setzt sich die Jury des STRABAG Artaward International aus folgenden Personen zusammen:

Vladimír Beskid

Vladimír Beskid
Direktor, Jan Koniarek Galerie, Trnava

Der Kunsthistoriker, Kurator und Kulturmanager Vladimír Beskid lebt in Trnava und Bratislava. Seine Schwerpunkte liegen in der modernen und zeitgenössischen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts im mitteleuropäischen Kontext. Seit 2019 ist Beskid Direktor der Jan Koniarek Galerie in Trnava. Zwischen 2011 und 2014 war er künstlerischer Projektleiter der Europäischen Kulturhauptstadt Košice 2013. Von 2004–2006 beteiligte sich Beskid am Projekt East Art Map, das 2006 die Publikation East Art Map – Contemporary Art in Eastern Europe (MIT Press Cambridge) veröffentlichte. 1998–2002 lehrte Beskid am Lehrstuhl für Bildende Kunst und Intermedia an der Kunstfakultät der TU Košice, von 1996–1998 war er Projektleiter für internationale Stipendien der Kulturstiftung Pro Helvetia. Vladimír Beskid erlangte einen Doktor der Philosophie an der Comenius Universität in Bratislava.

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Roman Grabner
Kurator, Universalmuseum Joanneum, Graz

Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz. Arbeitete als kuratorischer und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Neuen Galerie Graz, dem Kulturzentrum bei den Minoriten in Graz und der Kunsthalle Bielefeld. Seit 2012 Leiter des BRUSEUM und Kurator der Neuen Galerie Graz am Universalmuseum Joanneum. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Kunst nach 1960 mit dem Fokus auf Performance und Zeichnung. Er hat zahlreiche Ausstellungen kuratiert und Texte für Publikationen verfasst. Zu einer Auswahl seiner Ausstellungen gehören „1968. Die Große Unschuld“ (Bielefeld 2009), „Mutter. Neue Bilder in der zeitgenössischen Kunst“ (Graz 2010), „Damage Control. Body Art and Destruction 1968–1972“ (Graz 2014), „Totalansicht. Retrospektive Gerhard Rühm 1952–2015“ (Graz 2015), „Yoshio Nakajima. Out of the Picture“ (Graz 2017), „Schiele Brus Palme. Absturzträume“ (Wien 2018), „Wie mit dem Skalpell. Die Aktionszeichnungen von Günter Brus” (Graz 2018), „Alexander Brener und Barbara Schurz. Verschwörung von Kopffüßern“ (Graz 2019) und „Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein“ (New York 2020).

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Vít Havránek
Kurator, Kunsthistoriker und Vizedekan, Akademie der Bildenden Künste, Prag

Vít Havránek ist Kurator, Kunsthistoriker und Vizedekan der Akademie der bildenden Künste in Prag. Von 2002 bis 2019 leitete er die Initiative für zeitgenössische Kunst tranzit.cz (Teil von www.tranzit.org), die als diskursiv orientierter Ausstellungsraum mit einem internationalen Verlagsprogramm konzipiert wurde. Er ist Mitglied verschiedener kollektiver Gremien, etwa des Repräsentantenrates der ELIA und des Beirats des tschechischen Ministers für Kultur und Kunstgeschichte (UHS). Vít Havránek kuratierte zahlreiche internationale Ausstellung, zuletzt etwa Come Closer, Matter of Art, Prag, Death and Alive, 9th U3 MG+MSUM Ljubljana, Jakarta Biennale 2017, Muzeum Sztuki Lodz, VOX Montréal, New Museum HUB New York, Steirischer Herbst, Graz, Manifesta 8 Murcia, Centro Monthermoso, Espace Electra Paris, pas Prague. Er ist (Mit-)Herausgeber mehrerer bei JRP Ringier veröffentlichter Bücher und Kataloge, darunter: Eva Koťátková, H.U. Obrist, Jan Mancuska, Atlas to Transformation, Autobiographies, The Need to Document, Lanterna Magika, action, word, movement, space. Havránek verfasst regelmäßig Texte für Künstlerkataloge und Kunstmagazine.

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Foto: Eva Kelety

Edith Raidl
Sammlerin, Wien


Edith Raidl ist seit Jahrzehnten als passionierte Sammlerin zeitgenössischer Kunst und profunde Kennerin der österreichischen Kunstszene bekannt. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei stets auch auf der Entdeckung und dem Sammeln junger, noch nicht etablierter Künstlerinnen und Künstler. Durch kunsthistorische Studien- und Bildungsreisen und den Besuch internationaler Großausstellungen erweitert sie beständig ihre Kenntnisse der europäischen Kunstszene. Die Jury des STRABAG Artaward International unterstützt die Kunstliebhaberin mit ihrem fundierten Fachwissen und ihrer Intuition seit 2006.

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Anda Rottenberg

Anda Rottenberg
Ausstellungskuratorin, Kunsthistorikerin und Schriftstellerin

Nach Absolvierung eines Masterstudiums an der Universität Warschau arbeitete Anda Rottenberg von 1973–1986 an der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Rottenberg gründete die EGIT Art Foundation (1986), das Soros Center of Contemporary Art, Warschau (1992) und das Institute of Art Promotion Foundation (1997). Von 1993–2001 stand sie als Direktorin der Nationalen Kunstgalerie "Zachęta" in Warschau vor. Es folgten Tätigkeiten als Visiting Consultant am Museum of Modern Art, New York (2001-2002) und der Vorsitz des Programmbeirats und Programmdirektion des Warschauer Museums für Moderne Kunst (2005–2007). Rottenberg kuratierte seit den 1980er-Jahren weltweit, u.a. den polnischen Pavillon auf der Biennale in Venedig (1993–2001), der I Kwangju Biennale (1995) oder der Sao Paolo Biennale (1997–2007). Rottenberg war Mitbegründerin und Vorstandsmitglied der Manifesta 1; Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin (2015/2016) und Mitglied der Auswahlkommission der Documenta 12. Akademische Lehrtätigkeit in Polen und international. Autorin zahlreicher Texte zur Kunst, zuletzt erschien From Poland with Love, Briefe an Harald Szeemann, Scheidegger & Spiess, Zürich, 2019. Seit 2017 Kulturredakteurin der Vogue PL; seit 2012 eigene wöchentliche Radiosendung Andymateria.

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Hajnalka Somogyi

Hajnalka Somogyi
Gründerin und Kuratorin, OFF-Biennale Budapest

Seit 2014 leitet und kuratiert Hajnalka Somogyi die von ihr initiierte OFF-Biennale Budapest, das größte unabhängige internationale Kunstprojekt Mitteleuropas. Nach zwei Editionen in den Jahren 2015 und 2017 ist die dritte Ausgabe der Biennale für Mai 2021 geplant. In den Jahren 2013–2014 war sie Herausgeberin von artmagazin.hu, von 2009 bis 2012 Kuratorin am Ludwig Museum für zeitgenössische Kunst, Budapest, und zwischen 2001 und 2006 Kuratorin bei Trafo, Budapest. Somogyi war Mitbegründerin zweier unabhängiger Kunsträume, Dinamo (2002–2006) und Impex (2006–2008), beide in Budapest. Sie hält ein Diplom in Kunstgeschichte von ELTE Budapest und einen Master-Abschluss vom Center for Curatorial Studies am New Yorker Bard College.

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Foto: Eva Kelety

Tanja Skorepa
Leiterin STRABAG Kunstforum, Wien

Tanja Skorepa übernahm im Juli 2013 die Leitung des STRABAG Kunstforum. Nach dem Kunstgeschichtestudium arbeitete sie in Wiener Galerien und im Museum für Angewandte Kunst Wien als Kuratorin und Leiterin des Museumsshops. Seit 2004 ist sie in allen Bereichen des Kunstforums, in der Organisation des STRABAG Artaward und der Ausstellungen in der STRABAG Artlounge tätig. Dabei realisierte sie über 70 Einzelausstellungen der prämierten Künstlerinnen und Künstler des STRABAG Artaward und zahlreiche Sonderausstellungen, etwa „Väter_Töchter“ oder „Strich und Faden. 12 Zeichnerinnen“.

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Foto: Ferdinand Neumüller

Wilhelm Weiß
Direktor STRABAG Kunstforum, Wien

Wilhelm Weiß ist seit den frühen 1990er-Jahren Direktor des STRABAG Kunstforums. Im Jahr 1994 rief er den Vorgänger des heutigen STRABAG Artaward International, den Bauholding Kunstförderpreis für junge Kunst ins Leben und ist seitdem ständiges Jurymitglied. Wilhelm Weiß, selbst Sohn eines Kärntner Malers, ist in der STRABAG Artcollection für die Ankäufe neuer Werke zuständig. Neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der SBS STRABAG Bau Holding Service GmbH widmet er sich auch privat dem Sammeln moderner und zeitgenössischer Kunst.

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