Marcin Zawicki

Künstlerinnen und Künstler
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Marcin Zawicki (Szczecin/PL 1985) studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Danzig. In seiner Kunst dreht sich alles um Überlegungen rund um Bild und Realität. Um seine Gemälde verstehen zu können, ist es wichtig, ihren Entstehungsprozess zu kennen: Jedes Bild basiert auf einer Maquette – einem vom Künstler geschaffenen, dreidimensionalen, skulpturalen Modell. Diese ungewöhnliche Herangehensweise an seine künstlerische Arbeit öffnet einen weiten Bedeutungshorizont, ein Verständnis für das Sichtbar- und Erkennbarmachen der Natur und für die Realität an sich. Zawickis Bilder beschäftigen sich mit Alchemie und den Gedankenkonstrukten der ersten Philosophen, sie sind Kommentare zum Phänomen des Lebens selbst, die seine Überlegungen zur Figur des Demiurg und dem Akt der Schöpfung sowie zur Wechselbeziehung von Sein und Sichtbarkeit enthalten. Die groß angelegte Golem-Serie basiert auf dem Mythos des Golems – einem künstlichen Objekt, dem durch einen schöpferischen Akt Leben eingehaucht wird. Das Tonmodell, das durch ein Wort oder einen Zauberspruch zu einem lebendigen Wesen verwandelt wird, erinnert Zawicki an den Akt der Transformation und an die verzauberte Beziehung zwischen der Malerei und ihrem Archetyp.

 

 

 

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