Veronika Suschnig

Künstlerinnen und Künstler
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Veronika Suschnig (Korneuburg/AT 1989) studierte Malerei und Bildhauerei bei Daniel Richter und Heimo Zobernig sowie Architektur bei Alessandra Cianchetta und Antje Lehn an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie arbeitet meist in Serien und ergründet künstlerische, aber auch gesellschaftsrelevante Themen und Fragestellung in ihren Werken. Nicht nur die Materialwahl und die Textur sind dabei wesentlich, sondern auch wie sie eben diese metaphorischen Bezüge zu gegenwärtigen Problemantiken herstellt. So wählt Suschnig für ihre Serie Drugtales Pillenblister, diese werden akribisch angeordnet und bilden eine haptische Oberfläche, auf der sie Schrift montiert. Die Pille ist dabei der Drang nach Veränderung, die man sich durch ihren Gebrauch erhofft. Es ist ein Material für den Eigengebrauch, das von Suschnig in einem künstlerischen Kontext gesetzt wird und zeitgleich kritisch beleuchtet wird. Für ihre Pain Poems hingegen wählt sie Rosendornen und widmet sich den Fragen der zeitgenössischen Psyche – Lock-Downs und Distanz, Isolation ­ und ihre Auswirkung. Hunderte von Dornen werden präzise nebeneinander aufgereiht und bilden in ihrer Gesamtheit verschriftlichte Gedankenfetzen, die unter anderem psychische Erkrankungen reflektieren. Die Dornen sind für die Künstlerin ein Synonym für menschlichen Schmerz.

www.veronikasuschnig.com
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